Sparen im Alter? Mit der richtigen Strategie klappt auch das

Sparen im Alter

Wer schon in jungen Jahren mit dem Sparen beginnt, nutzt den Vorteil einer langen Ansparzeit und verfügt anschließend über ein größeres Vermögen. Doch auch wer kurz vor dem Eintritt in die Rente steht, hat noch Möglichkeiten Geld für den Ruhestand zurückzulegen.

 

So viel sei vorweggenommen: Sparen ist in jedem Alter möglich. Nur die jeweilige Strategie ist natürlich eine andere. Wenn ich viele Jahre Zeit zum Sparen habe und nicht gleich wieder an mein Geld muss, kann ich natürlich höhere Risiken eingehen und eine Krise an den Aktienmärkten auch mal aussitzen – denn langfristig betrachtet vermehrt sich mein Geld und arbeitet für mich. Das ist beim Sparen im Alter etwas anders. Je kürzer der Zeithorizont, desto schmerzlicher schlagen Korrekturen an den Aktienmärkten zu buche. Denn wenn ich mein Geld beispielsweise schon in sieben Jahren zum Renteneintritt benötige, kann ich mir in dieser relativ kurzen Zeitspanne keine großen Verluste erlauben. Denn Sicherheit ist für ältere Anleger wichtig, sie können im Zweifel nicht so schlecht Verluste ausgleichen wie jüngere Menschen.

Ältere Anleger mögen es konservativ

Viele Menschen, die erst im Alter mit dem Sparen beginnen, sehen sich nach konservativen Anlageformen um. Das bedeutet aber nicht, dass Sparen im Alter keinen Sinn mehr ergibt. Im Gegenteil: Unabhängig vom Beruf steht heute nahezu fest, dass die gesetzliche Rente nicht ausreicht, um den Lebensstandard auch im Ruhestand halten zu können, den man sich im aktiven Arbeitsleben hat leisten können. Wer da also keine Abstriche machen möchte, muss selbst vorsorgen – auch im Alter.

Sparen mit 50 ist noch nicht zu spät

Besser spät als nie – diese Devise gilt auch für das Sparen im Alter. Sparen mit 50 beispielsweise gibt einem noch 17 Jahren bis zur Rente. Selbst ohne Anfangskapital, kleinen monatlichen Sparbeträgen von 150 Euro und konservativen Zinsen in Höhe von drei Prozent kommen in dieser Zeit immerhin noch knapp 40.000 Euro zusammen. Wer schon etwas Kapital zur Verfügung hat – sagen wir 20.000 Euro – und monatlich 300 Euro sparen kann, schafft es bei gleichem Zins in 17 Jahren auf ein Vermögen von über 110.000 Euro. Sparen mit 50 kann also immer noch eine gute Strategie sein.

Sparen als Rentner 

Geld beiseite zu legen und zu sparen, lohnt sich auch als Rentner. Denn beides ist möglich: Man kann seinen wohlverdienten Ruhestand genießen und noch etwas beiseitelegen. Auch nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Arbeitsleben, ergeben sich noch viele Sparmöglichkeiten. Und das ist auch ratsam: Denn der demografische Wandel in Deutschland sorgt dafür, dass der Generationenvertrag ins Wanken gerät. Immer weniger junge Arbeitnehmer können die immer höheren Rentenverpflichtungen nicht mehr stemmen. Erhöhungen der gesetzlichen Rente werden daher wohl künftig die steigenden Preise nicht mehr ausgleichen können – was mit Blick auf die steigenden Mieten insbesondere in Großstädten für Rentner fatal werden könnte. Daher sollte man auch als Rentner versuchen, einen kleinen Teil seines Geldes beiseite zu legen. So lassen sich kleine und große Extra-Wünsche erfüllen und mit einem Notgroschen eventuelle finanzielle Engpässe überwinden.

Die beste Altersvorsorge passt sich an

Wer sich jetzt also fragt, wie die beste Altersvorsorge aussieht – die Antwort lautet: Früh beginnen. Aber: Auch wer sich spät zum Sparen entschließt, kann noch fürs späte Alter vorsorgen. Hier muss der Sparplan angepasst werden. Wenn es möglich ist, sollte eine etwas größere Summe investiert werden – 200 Euro monatlich können bereits zu einem kleinen Vermögen verhelfen. Wer also mit 50 diese Summe oder mehr zurücklegen kann, wird in jedem Fall profitieren und seine Altersvorsorge aufstocken können.


 

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