Risikoklassen: Für jeden Anleger das passende Investment

Risikoklassen

Risikoklassen helfen Anlegern dabei, die für sie passenden Investitionsmöglichkeiten zu finden. Die Einstufung ist nicht nur gesetzlich vorgesehen, sondern eine gute Basis für die richtige Entscheidung.

 

Wie Menschen Risiken bewerten, ist sehr subjektiv. Manche wagen sich gerade mal auf den Hügel hinter ihrem Haus und können schon in Panik vor der Höhe geraten. Andere klettern bis auf die Spitze des höchsten Gipfels, um die hervorragende Aussicht von ganz oben zu bewundern – und das vollkommen schwindelfrei. Und wieder andere sind so mutig und gleiten mit dem Fallschirm auf die Erde zurück.

 

Bei der Geldanlage sieht es ähnlich subjektiv mit der Risikobewertung aus. Die meisten Deutschen verzichten beispielsweise lieber auf Rendite und gehen auf Nummer sicher. Nur einige Wenige lassen sich auf der Jagd nach Rendite auf Investitionen ein, die eher an Glücksspiel erinnern als an Geldanlage. Um zu verstehen, wie risikoreich eine Anlage tatsächlich ist, gibt es die Einteilung in verschiedene Risikoklassen. So können Anleger bewerten, auf welches Risiko sie sich mit einem Depot oder Investment einlassen.

Sicherheit für konservative Anleger

Die Risikoklassen 1 und 2 sind für besonders sicherheitsorientierte beziehungsweise eher konservative Anleger geeignet. Risikoklasse 1 kennzeichnet sich in erster Linie durch Kapitalerhalt. Das heißt, hier finden sich Anleger wieder, denen Sicherheit und eine hohe Liquidität besonders wichtig ist. Eine hohe Rendite ist eher zweitrangig, Kursschwankungen werden in jedem Fall vermieden. Die Risikoklasse 2 geht da schon einen Schritt weiter. Zwar wird auch hier sehr konservativ angelegt und die Faktoren Sicherheit und Liquidität stehen im Fokus. Dennoch kommt auch einer etwas höheren Rendite ein gewisser Stellenwert zu. Daher werden der eher konservativen Geldanlage in überschaubarem Ausmaß Anlageformen beigemischt, die mit einem etwas höheren Risiko auch eine höhere Rendite versprechen.

Risikoklasse 3: Alles auf Wachstum

Gerade jene Anleger, die mit einem langfristigen Anlagehorizont investieren, können es sich erlauben, einem hohen Sicherheitsbedürfnis oder der täglichen Liquidität nicht die höchste Priorität beizumessen. Schließlich wollen sie das Geld, das sie investieren, für sich arbeiten lassen und brauchen es nicht kurzfristig für wichtige Anschaffungen oder den Lebensunterhalt. Für sie ist es sinnvoll, sich Anlagemöglichkeiten mit Risikoklasse 3 anzuschauen. Denn diese nutzen zu einem größeren Anteil auch die Chancen, die beispielsweise Aktien mit Blick auf die Rendite versprechen. Die damit verbundenen Kursschwankungen, die kurzfristig immer auftauchen, werden durch den langen Zeithorizont, mit dem investiert wird, ausgebügelt. Für den Substanzerhalt werden auch hier konservative Anlagevehikel beigemischt.

Kein Leichtsinn aber dennoch dynamisch

Es muss ja nicht gleich die Stratosphäre sein – dennoch können Anleger, die sich darüber bewusst sind, dass kurzfristige Kursschwankungen keine verlässliche Aussage über den langfristigen Erfolg einer Kapitalanlage darstellen, sich guten Gewissens für die Risikoklasse 4, die dynamische Variante, entscheiden. Hier machen Anlageformen mit hohen Renditepotenzial sowie entsprechenden Risiken und Kursschwankungen den größeren Anteil aus. Allerdings braucht es dafür schon stärkere Nerven, denn gerade bei Kursschwankungen ist eine gewisse Passivität gefragt. Blinder Aktionismus würde nur zu Verlusten führen.

 

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