Anlagetipps für Einsteiger: So trotzen Sie dem Nullzins

Anlagetipps für Einsteiger

Wer heutzutage noch Geld auf dem Sparbuch oder Sparkonto hat, sollte dann doch schleunigst umdenken. Denn vielerorts gelten inzwischen Zinssätze von 0,00 oder 0,01 Prozent. Einige Banken bürden ihren Privatkunden inzwischen sogar bereits Negativzinsen auf. Zwar ist dies noch nicht die Regel und betrifft zunächst einmal nur sehr hohe Einlagen – aber es ist dennoch höchste Zeit zu handeln.


Wer in puncto Zinsen der „bösen Null“ entgehen will, kommt am Kapitalmarkt nicht mehr vorbei, denn bei den Banken ist auf absehbare Zeit kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Moderne Anlageprodukte und Anlagestrategien ermöglichen es jedoch auch weniger erfahrenen Anlegern, ein akzeptables Gleichgewicht aus Gewinnchancen und Risiken zu finden. Diese drei Alternativen zu Sparbuch und Co dürfen als seriös gelten:


  • Rentenfonds: Diese festverzinslichen Fonds setzen sich aus verschiedenen Anleihen zusammen – das heißt, die Fondsgesellschaft leiht Kapital an Unternehmen und Staaten aus. Das Risiko ist bei Anleihen um einiges geringer als bei Aktien, dafür fällt aber auch die Rendite in der Regel etwas schmaler aus. Der Vorteil eines Rentenfonds ist, dass er viele verschiedene Anleihen in sich vereint, sodass das Risiko gut gestreut wird.
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  • Aktienfonds: Investitionen in einzelne Aktien sind mit einem hohen Risiko verbunden, weil der Wert sehr stark von der Entwicklung des jeweiligen Unternehmens abhängt. Eine deutlich bessere Risikoverteilung bieten Aktienfonds, in denen verschiedene Aktien zusammengestellt sind. Wenn die Auswahl klug erfolgt, können verschiedene Marktbewegungen abgefangen werden.
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  • ETFs: Exchange Traded Funds, auch als Indexfonds bezeichnet, werden nicht von einem Fondsmanager aktiv verwaltet. Stattdessen ist ihre Entwicklung an die eines bestimmten Börsenindex wie DAX oder Dow Jones gekoppelt. Die in puncto Fondsmanagement sehr kostengünstigen und dank der Bindung an den Index vergleichsweise sicheren ETFs gehören inzwischen zu den Standards unter den Geldanlagen.
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    Und was sagen die Verbraucherschützer? Die von der Stiftung Warentest herausgegebene Zeitschrift Finanztest empfahl schon 2014, wegen der anhaltend schlechten Zinslage in den Geldmarkt zu investieren und dabei am besten Renten- und Aktienfonds im Portfolio zu mischen. In einem solchen „Pantoffel-Depot“ sorgen breit gestreute Aktienfonds mit Aktien aus der ganzen Welt für eine gescheite Rendite, während die Rentenfonds dank der enthaltenen Staatsanleihen im Euroraum die nötige Sicherheit geben.

     

    (Bild: ©Tiko/Fotolia.com)

     

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